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Steinklee Melilotus Officinalis – Anwendung und Wirkung

Beim Steinklee Melilotus Officinalis handelt es sich um eine sehr beliebte Pflanze, die aus unterschiedlichen Gründen auch bei gesundheitlichen Problemen zum Einsatz kommt. Bereits Hippokrates verwendete Steinklee für die Behandlung von Geschwüren. So gehört die eher kleine krautige Pflanze zur Gattung der Schmetterlingsblütler und wächst sowohl in Teilen Asiens, als auch Europa.

Welche Wirksubstanzen und Inhaltsstoffe besitzt Steinklee?

Steinklee beinhaltet eine Zusammensetzung von Schleimstoffen, Flavonoiden, sowie Glykosiden. Außerdem finden sich hier auch noch die sogenannten Cumarine, die eine ganz besondere Wirkungskraft besitzen. Richtig dosiert, verfügt Steinklee demnach eine äußerst positive Wirkungsweise auf unsere Blutgefäße, sowie auf unser Lymphsystem.

Wie wirkt Steinklee?

Die oberen Steinklee-Pflanzenteile wirken krampflösend, aber auch entzündungshemmend. Hinzu kommt, dass diese ebenso vor Wasseransammlungen im menschlichen Gewebe schützen, denn mit Hilfe von Steinklee werden die äußeren Blutgefäßwände gestärkt und somit verringert sich automatisch die Durchlässigkeit. Aus diesem Grund, gilt diese Pflanze schon seit langer Zeit als probates Venenmittel. So begünstigt Steinklee den Rückfluss des Blutes über die Venen zum Herz und fördert zusätzlich das Abtransportieren der Lymphe.

Wann wird Steinklee angewendet?

Wer an einer chronischen Venenschwäche leidet und demnach mit Schweregefühl, wie Schmerzen in den Beinen, Schwellungen, Juckreiz oder nächtlichen Wadenkrämpfen zu kämpfen hat, kann diese Beschwerden mit Steinklee natürlich lindern. Auch Beinvenen, die sich entzündend haben und gerötet sind, lassen sich mit dieser Pflanze behandeln. Gleiches gilt für eine sogenannte Rückflussstauung im Venensystem, welcher durch einen Verschluss der Venen hervorgerufen wurde. Hinzu kommt, dass Steinklee auch bei Hämorrhoiden, Verstauchungen, Prellungen, sowie oberflächlichen Blutergüssen helfen kann.

Wie erfolgt eine Anwendung mit Steinklee?

Experten raten bei einem Lymphstau, einer chronischen Venenschwäche, Hämorrhoiden, postthrombotischen Syndrom, sowie bei einer Thrombophlebitis dazu Steinklee innerlich anzuwenden. Am besten ist es in diesem Fall auf standardisierte Fertigpräparate zu setzen, die einen Cumarin-Gehalt zwischen drei bis 30 Milligramm mitbringen. Leider werden solche Mittel eher selten angeboten, wenn man einmal von den homöopathischen Zubereitungen absieht. Tees, die hingegen mit Steinklee versehen sind, gelten hier eher als wirkungsarm, da in diesen der Gehalt von Cumarin meist stark schwankt.

Wer hingegen mit Blutergüssen, Verstauchungen oder Prellungen zu kämpfen hat, kann diese Beschwerden mit äußerlichen Steinklee-Anwendungen lindern. Gleiches gilt ebenso für Hämorrhoiden. In diesem Fall kommt oftmals ein breiiger Umschlag aus Steinklee zum Einsatz. Hierbei handelt es sich dann um getrocknetes, zerkleinertes Steinkleekraut, welches vorab mit heißem Wasser durchfeuchtet wurde und anschließend in ein Mull-Tuch gewickelt wurde.

Kann eine Steinklee-Anwendung Nebenwirkungen hervorrufen?

Wird Steinklee strikt nach Anweisung eingesetzt, gilt diese Pflanze eher als nebenwirkungsarm. Nur in gelegentlichen Fällen kann der innere Einsatz dieser Heilpflanze zu Magenbeschwerden oder manchmal zu Kopfweh führen.

Was gilt es außerdem bei der Anwendung von Steinklee zu beachten?

Wer Präparate einnimmt, die eine blutverdünnende Wirkung besitzen, sollte besser auf die Einnahme von Steinklee verzichten. Auch, wenn eine Schwangerschaft vorliegt oder aber Mütter ihre Babys noch stillen, gilt es Steinklee nicht anzuwenden.

Wo können Sie Steinklee kaufen?

Sowohl Steinklee-Tee, als auch weitere Formen der Darreichung finden Sie in jeder Apotheke. Zum Teil bieten sogar Drogerien dieses pflanzliche Heilmittel an. Wobei natürlich auch ein Kauf im Internet stets möglich ist.

Fazit: Steinklee gehört schon seit vielen Jahrzehnten zu den wertvollen, pflanzlichen Heilmitteln. Hämorrhoiden, eine chronische Venenschwäche, oberflächliche Entzündungen der Beinvenen, Rückflussstauungen im Venensystem, aber ebenso Verstauchungen, Blutergüsse, sowie Prellungen lassen sich mit Steinklee natürlich, aber wirkungsvoll behandeln. So kann Steinklee innerlich, als auch äußerlich zur Anwendung kommen und bringt nur in ganz seltenen Fällen eher harmlose Nebenwirkungen mit. Steinklee verdankt seine Wirkungskraft vor allem der Cumarine. Aber auch die enthaltenen Flavonoide, Saponine, sowie Melilotosid beeinflussen die Gesundheit des Menschen positiv.

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Über Robert Milan

- Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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